Hong Kong

Mai 2018. Zeit für die Urlaubsplanung, Ende des Jahres soll es losgehen. Unser erstes Ziel soll eine andere Kultur sein, eine andere Sprache, andere Menschen. Raus aus der Gewohnheit und rein ins Abenteuer. Neues erleben. Neues sehen. Zeit, ein Stück von Asien zu entdecken. Zeit für Hong Kong.

Im Dezember geht es dann endlich los. Nach 11 Stunden Flug wird die Reiselust und die Neugierde von etwas Müdigkeit gedämpft. Mein erster Eindruck von der Stadt ist deswegen auch nur: viel zu viele Menschen!

Unsere Unterkunft befindet sich in dem bekannten Touristenviertel Tsim Sha Tsui. Am einfachsten kommt man vom Flughafen mit der Buslinie A21 nach Tsim Sha Tsui. Eine Fahrt kostet 33 HKD (ca. 3,50€) und der Bus fährt direkt die Nathan Road entlang, welche eine der Hauptstraßen des Viertels ist. Unser „Hotel“ entpuppt sich dann jedoch leider als 10m² großes Zimmer mit etwas Schimmelzusatz und Bad im Zimmer – genau, im Zimmer und nicht in einem separaten Raum, lediglich getrennt durch halb-durchsichtige Schiebetüren.

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Trotzdem entschließe ich mich, der Stadt eine Chance zu geben. Ich bin ja nicht ohne Grund hier. Ich wollte eine andere Welt kennenlernen. Mehr von der Welt sehen.

Die Landessprache in Hong Kong ist Kantonesisch. Die meisten Leute sprechen aber zum Glück auch Englisch, auch wenn das ein oder andere Englisch etwas brüchig ist und man manche Wörter durch die etwas andere Aussprache nur schwer versteht. Außerhalb der Touristenviertel kommt man mit Englisch jedoch nicht mehr ganz so weit, sodass man  beispielsweise in Restaurants nur Speisekarten auf Chinesisch bekommt.

In der U-Bahn Station Tsim Sha Tsui kaufen wir uns die Octopuscard. Diese Karte wird beim Hereingehen sowie beim Herausgehen gescannt, da der Fahrpreis je nach Länge variiert. Bevor wir abgereist sind, haben wir die Karte am Infoschalter wieder abgegeben und den Pfand in Höhe von 50 HKD nach Abzug einer Gebühr wieder zurückbekommen.

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Dann wird es Zeit für etwas Shopping. Das Stichwort für chinesische Märkte. Zuerst laufen wir den Temple Street Night Market entlang, der ein chinesischer Straßenmarkt ist, der nur abends von 17 Uhr bis 23 Uhr geöffnet hat. Auf diesem Markt laufen wir vorbei an winkenden Grinsekatzen, UBS-Sticks in allerlei Formen, Uhren, Schmuck und chinesischem Tee-Service. Als nächste Station wartet der Ladies Market auf uns – ein vielversprechender Name für Shopping-liebende Frauen. Also auf zur Tung Choi Street! Wie der Temple Street Night Market ist auch der Ladies Market gut besucht, sodass ich mich an den ein oder anderen Menschen vorbeidrängeln muss. Bei diesem Markt lächeln mich die verschiedensten Souvenirs an, Kleidung wird verkauft und ein Stand nach dem nächsten bietet Accessoires an.

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Als Belohnung für das ganze Gedränge verbringen wir den Abend in einer Rooftop-Bar. Wir entscheiden uns für die Eyebar in der Nähe von unserem Hotel und haben noch Glück, da wir Plätze am Rand der Terrasse ergattern können. Der Blick im Dunkeln über Hongkong ist atemberaubend. Das sind die Augenblicke, in denen ich dankbar dafür bin, dass wir so viele Möglichkeiten haben, zu reisen.

Um etwas Auszeit von den vielen Menschen zu bekommen, laufen wir am nächsten Tag durch den Kowloon Park, der direkt um die Ecke von unserem Hotel ist. Im Park vergesse ich sogar fast das Treiben der Metropole. Auch wenn der Park immer gut besucht ist, findet man zum Glück das ein oder andere Fleckchen, wo weniger los ist. Und sieht dabei sogar noch Flamingos.

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Den Ausblick vom Victoria Peak, dem höchsten Punkt von Hong Kong Island, sollte man genießen. Zum Victoria Peak fährt die bekannte Tram, die man definitiv nicht um die Mittagszeit besuchen sollte, denn da ist 1 Stunde Wartezeit vorprogrammiert. Vom Victoria Peak aus wirkt die Welt unendlich. Den Ausblick genieße ich bei einem kurzen Rundgang auf dem höchsten Punkt von Hong Kong Island.

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An einem Tag einfach mit der Fähre fahren, einen Tag in Macau verbringen. Etwas neues sehen, das Las Vegas Asiens kennenlernen und ein Casino besuchen. Die Stadt erkunden und abends wieder zurück nach Hong Kong. So sieht unser nächster Tag aus.

Silvester. Ein Neuanfang. Grund für ein Feuerwerk. Also auf zum Victoria Harbour, um das Feuerwerk zu sehen. Unsere Euphorie wird jedoch gebremst, weil schon abends um 18 Uhr die ersten Leute zum Hafen geströmt sind. Und es immer mehr werden. Auch noch hunderte Meter entfernt, wird es so eng, dass keine Bewegung mehr möglich ist. Bereiche werden zur Sicherheit abgegrenzt und für uns heißt es: Rückzug. Also geht es wieder ein Stückchen zurück, wo mehr Platz, mehr Luft zum Atmen ist. Jetzt können wir das neue Jahr begrüßen!

Und kaum ist das neue Jahr da, heißt es für uns auch schon wieder: Bye, Hong Kong! Auf zum Flughafen, auf ins Flugzeug, auf zum nächsten Ziel. Denn die Reise geht weiter. Aber wie Nury Vittachi sagt: „You can leave Hong Kong, but it never leaves you.

To be continued…

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